Frauensabbat Harburg
22. August 2026


Nancy Duske
Frauensabbat in Harburg – Der »Atem Gottes«
Am 22. August durften wir in der Adventgemeinde Hamburg-Harburg einen besonderen Frauensabbat erleben. Unter dem Thema „Atem Gottes“ nahm uns Kerstin Dan mit auf eine Reise, bei der es um etwas ganz Selbstverständliches ging – und gleichzeitig um etwas Lebensnotwendiges: unseren Atem.
Kerstin erzählte von ihren Erfahrungen als Rettungsschwimmerin und davon, wie wichtig eine gute Atemtechnik beim Tauchen ist. Solange wir genügend Luft haben, denken wir kaum darüber nach. Aber nach einem Tauchgang wird der erste tiefe Atemzug plötzlich zu etwas ganz Besonderem. Luft ist unscheinbar – bis wir sie brauchen.
Genau hier setzte die Botschaft an: Auch Gottes Atem und Geist sind unsichtbar, aber lebensnotwendig. Hesekiel 37,5 spricht davon: „Siehe, ich bringe Atem in euch, dass ihr lebendig werdet.“ Das hebräische Wort „Ruach“ kann Atem, Wind und Geist bedeuten. Wo Gottes Ruach weht, entsteht Leben.
Passend zum Thema haben Kerstin Dan und Eri Dan gemeinsam mit Matthias Steinebach, das Lied „Atem Gottes“ geschrieben. An diesem Sabbat durften wir das Lied kennenlernen und gemeinsam einüben. Und schon bald war klar: Es hat echtes Ohrwurm-Potenzial!
Besonders der Refrain blieb uns im Kopf:
„So wie der Wind die Welt bewegt, geht dein Atem durch die Zeit …“
Wir freuen uns darauf, dieses wunderschöne Lied künftig in unseren Lobpreis zu integrieren.
Vielleicht kennen wir alle solche Zeiten, in denen wir uns innerlich wie im Tal der trockenen Knochen fühlen – müde, erschöpft oder sogar wie abgestorben. Doch Gott kommt gerade in unsere Zerbrochenheit. Er sagt nicht: „Bring dich erst einmal selbst in Ordnung.“ Er sagt: „Ich kann Leben in dich hineinhauchen.“
Auch unser Gemeindeleben darf mehr sein als ein gut gefüllter Terminkalender. Wir wollen nicht nur beschäftigt, sondern lebendig sein. Dafür brauchen wir den Heiligen Geist. Wir leben und wirken nicht aus eigener Kraft. Manchmal müssen wir einfach das Fenster öffnen, damit frische Luft hineinkommt – und geistlich bedeutet das: Raum schaffen für Gottes Atem und seinen Geist.
Nach einem reichhaltigen Potluck ging es am Nachmittag in die unteren Räume. Dort erwartete uns ein besonderer Gebetsgarten, in dem wir „die Bibel atmen“ konnten. An verschiedenen Stationen verweilten wir, lasen Bibeltexte und machten kleine Übungen. Eine davon kann jede von uns auch zu Hause ausprobieren: Einatmen – Gottes Wort. Ausatmen – den Atem loslassen. Einatmen – Gottes Zusage. Ausatmen – meine Sorgen.
Zum Abschluss bastelten wir ein Erinnerungsarmband mit den Worten „ATEM“ oder „RUACH“. Ich habe natürlich beide genommen – doppelt hält schließlich besser! 😊
Während wir Frauen unseren Frauensabbat genossen, erlebten auch die Männer ihr eigenes Programm mit Eri. Gemeinsam ließen wir den Tag anschließend bei Kaffee und Kuchen ausklingen.
Dieser Sabbat hat uns daran erinnert: Gottes Ruach, derselbe Atem und Geist, der bei der Schöpfung Leben schenkte, ist auch heute mitten unter uns. Wir dürfen zu Gott kommen, wie wir sind – und ihn bitten: „Gott, hauche dein Leben in mich hinein.“
Vielleicht bist du beim nächsten Frauensabbat auch dabei. Komm, wie du bist – und lass dich neu von Gottes Atem erfüllen!
Eure Nancy Duske










