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Andacht

Andacht 25. November 2022

25. November 2022 | Gerhard Zahalka

Andacht 25. November 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Aber der HERR zürnte mir um euretwillen und erhörte mich nicht, sondern sprach zu mir: Lass es genug sein! Rede mir davon nicht mehr!

40 Jahre war Mose das Sprachrohr Gottes und der von Gott berufene Führer des Volkes Israel gewesen. Mit keinem Menschen hat Gott öfter und vertraulicher gesprochen: „Von Mund zu Mund rede ich mit ihm“ (4 Mo 12,8), „von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet“ (2 Mo 33,11). Bis an die Grenze des gelobten Landes hatte Mose das Volk geführt und nun hat er nur noch einen Wunsch: „Lass mich hinübergehen und sehen das gute Land jenseits des Jordans.“ (5 Mo 3,25) „Aber der HERR … erhörte mich nicht.“ (V. 26) Tatsache ist: Über den Jordan durfte Mose nicht gehen, aber das Land seiner Sehnsucht ließ Gott ihn trotzdem sehen. Die Folgen seines Ungehorsams musste er tragen, dennoch erhörte Gott sein Gebet auf die für alle Beteiligten denkbar beste Weise. Mose durfte das Land seiner Sehnsucht schauen und was er zu sehen bekam, war eine überwältigende Schau, ein Blick in die Zukunft und nicht nur der Blick von einem Berg in die Jordanebene. Hat Gott Moses Bitte nicht doch erfüllt, nur eben anders, als er es erbeten hatte? Jesus hat nie von nicht erhörten Gebeten gesprochen. Er wusste ganz sicher, dass Gott Gebete erhört – nicht nur manchmal, sondern jedes Mal, und darum konnte er auch im Voraus danken (Joh 11,43). Jesus hat uns gelehrt, beharrlich zu beten (Lk 18,1), und er verspricht: „Alles, was ihr betet und bittet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteilwerden.“ (Mk 11,24) Wenn du aber betest und nichts geschieht – was dann? Klar, dann solltest du nicht aufhören zu beten, bis Gott dein Gebet erhört oder dich, wie Mose, wissen lässt: „Rede mir nicht mehr davon.“ Vertraue darauf, dass es für sein Nein einen triftigen Grund geben muss, den du jetzt nicht überblickst. Selbst Paulus, seinem eifrigsten Evangelisten, hat er einmal gesagt: „Lass dir an meiner Gnade genügen.“ (2 Kor 12,9) Wenn dir also Gott eine Bitte scheinbar oder wirklich nicht erfüllt, dann bist du in bester Gesellschaft! Vertraue darauf, dass Jesus dich den Weg führen wird, der besser ist als der, den du selbst für den besten gehalten hast. Trau ihm das zu, er wird dich nicht enttäuschen!

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