Andachten

Andacht

Andacht 24. November 2022

24. November 2022 | Matthias Müller

Andacht 24. November 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Es heißt in der Schrift: „Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein.“

Während seines Lebens auf dieser Erde besuchte Jesus wiederholt den Tempel in Jerusalem. Schon als wenige Tage alter Neugeborener wurde er dorthin gebracht. Als zwölfjähriger Junge verblüffte er seine irdischen Eltern, als er vom Tempel als „seines Vaters Haus“ sprach. Bei einem späteren Besuch erfasste ihn Zorn, als er sah, wie aus dem Bethaus eine „Räuberhöhle“ gemacht worden war: Leute mit gierigen Augen machten im Tempelbereich Geschäfte, und der Kommerz übertönte die Gebete. Gerade in diesem Engagement für den Tempel zeigte Jesus seine Wertschätzung für das Gebäude und besonders den Zweck, für den es erbaut worden war. Dabei spielte es für ihn offenbar keine Rolle, dass König Herodes der Große, intrigant und blutrünstig, der Bauherr war, der hier eher aus politischen denn aus religiösen Motiven große Summen investiert hatte. So sehr Jesus den Tempel schätzte und für den eigentlichen Zweck zu schützen suchte – nicht das Gebäude an sich war heilig. Die Nähe Gottes wurde nicht durch Gegenstände wie etwa die Bundeslade garantiert. Heiligkeit entsteht durch die Gegenwart Gottes, nicht durch Riten oder Regeln. Darum redete Jesus gegen Ende seiner Zeit auf der Erde vom Tempel ganz anders. Statt „mein Haus“ sagte er nun: „Seht, euer Haus wird verwüstet und verlassen sein.“ (Mt 23,38 NeÜ) Vor Kurzem noch hatte er für den Status als „Bethaus“ gekämpft, jetzt ist es nur noch „euer Haus“. Die Gegenwart Gottes ist gewichen, obwohl äußerlich alles noch so war wie zuvor. Was bedeutet das für uns heute? Weder Räume noch Gegenstände an sich sind heilig. Heiligkeit ist da, wo Gott gegenwärtig ist. Er kann Räume heilig sein lassen, wo wir es nicht vermuten würden. So beehrte er selbst den Tempelbau des gerissenen Königs Herodes mit seiner Gegenwart. Unser Wohnzimmer kann durch die Gegenwart Gottes heilig werden wie auch unser Auto, aus dem heraus wir zu Gott beten, wenn wir unterwegs sind. Entscheidend sind Ehrfurcht und Achtung dem heiligen Gott gegenüber, nicht bestimmte Riten oder Gegenstände. Wir dürfen wissen: Wo auch immer wir sind, können wir in einem geistigen „Bethaus“ sein. Wir sind bei Gott jederzeit mit unseren Anliegen willkommen und werden gehört. Nutzen wir diese Möglichkeit!

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