Andachten

Andacht

Andacht 26.11.2021

26. November 2021 | Matthias Müller

Andacht 26.11.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.

Ich bin zufrieden. Meine Einkünfte reichen aus, um ein gediegenes Leben zu führen. Wir machen keine großen Sprünge, haben keine Weltreisen vor und die krankheitsbezogenen Kosten halten sich in Grenzen. Also alles gut? Da bin ich nicht so sicher. Ich denke, dass die Welt nicht so bleiben wird, wie sie ist. Die sozialen Spannungen nehmen zu und Menschen wie Völker sind nicht mehr bereit, den Status quo der Ungleichheit dauerhaft und unwidersprochen hinzunehmen. Das ist – neben anderen – eine Ursache der weltweiten Flüchtlingsströme. Sie machen auch vor Europa nicht halt und ich habe Zweifel, dass Stacheldraht und Mauern eine dauerhafte Lösung sein werden. Was soll man tun? Man könnte sich die Decke über den Kopf ziehen und sagen: „Nach mir die Sintflut.“ Oder: „Das sind die vier Winde aus der Offenbarung, die eben noch gehalten werden. Aber was soll’s – eines Tages werden sie losgelassen, da kann man nichts machen.“ Das haben die Gründer meiner Kirche anders gesehen. Wenn es Missstände gab, sind sie dagegen aufgestanden, haben schlechte Gesetze bekämpft, Sklaven heimlich bei ihrer Flucht unterstützt und notfalls zivilen Ungehorsam geleistet. Paulus scheint nur auf den ersten Blick unterwürfiger. Doch auch er hat sich nicht widerstandslos den Gegebenheiten oder Machthabern überlassen. Er stand für das Recht ein, leistete praktische Hilfe entgegen dem Gesetz und lebte Fürbitte und Danksagung für alle Menschen. Wer für alle Menschen dankt, steht allen Menschen positiv gegenüber, auch denen, die unseren Wohlstand scheinbar ausnutzen wollen. Paulus lebte unter Kaiser Nero, der wirklich ein problematischer Zeitgenosse war, und das besonders für Christen. Aber wer weiß, wie die Dinge ohne die Fürbitte der damaligen Christen gelegen hätten? Tragen wir also unseren Teil ganz praktisch dazu bei, dass es anderen Menschen besser geht, und beten wir für alle. Das eine tun und das andere nicht lassen – daraus entspringt ein positiver Beitrag für das Gute auf dieser Welt.

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