Andachten

Andacht

Andacht 25.11.2021

25. November 2021 | Klaus Kästner

Andacht 25.11.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich euch wohnen lassen an diesem Ort. Verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel!

Lech am Arlberg, am 12. Januar 2019: Seit Tagen herrscht Lawinengefahr, doch vier Männer suchen das Abenteuer. Sie entscheiden sich für eine ungesicherte Abfahrt, die als steilste Skiroute der Welt bekannt ist. Die Skifahrer sind gut ausgerüstet. Sie haben Geräte bei sich, mit denen Rettungskräfte verschüttete Skifahrer in einer Lawine orten können. Außerdem haben die vier Wintersportler Lawinenairbags. Die sollen im Ernstfall dafür sorgen, dass die Menschen nicht im Schnee versinken, sondern an der Oberfläche bleiben. Das gleiche Prinzip lässt sich auch in einer Müsli-Packung beobachten: Kleine Bestandteile rutschen nach unten, die größeren Stücke bleiben oben. Lawinenairbags haben sich mittlerweile vielfach bewährt. Allerdings verleiten sie ihre Besitzer auch oft dazu, ein höheres Risiko einzugehen. Wer meint, durch solche modernen Hilfsmittel total abgesichert zu sein, verfällt einem Irrtum, der tödlich sein kann. Auch die modernste Notfallausrüstung ist keine Garantie, glimpflich davonzukommen. Die vier Männer am Arlberg fühlten sich trotz aller Warnungen sicher, wurden aber von einer Lawine mitgerissen und konnten nur noch tot geborgen werden. Jeremias Zeitgenossen fühlten sich auch sehr sicher. Gegenüber den Warnungen des Propheten waren sie erstaunlich resistent. Jeremias Predigt zeigt, „dass die Zentralisierung des Kultus im Tempel zu Jerusalem, wie sie Josia anordnete, sich durchaus nicht nur heilvoll auswirkte. Ein falscher Glaube hat sich, gestützt auf die wunderbare Errettung der Stadt beim Ansturm der Assyrer unter Sanherib (701), an den Tempel geheftet … Man war überzeugt, er biete die sichere Garantie für die Gnadengegenwart Gottes. Unmöglich, dass die Stadt, in der Gott selbst seinen Wohnsitz aufschlug, jemals in Feindeshand fallen könnte!“ (Helmut Lamparter, Prophet wider Willen, Calwer Verlag, Stuttgart 1982, S. 89) Gläubige Menschen stehen auch heute noch in der Gefahr, ihre Heilsgewissheit nicht nur auf Gottes Gnade und Verheißung zu gründen, sondern auch bestimmte Erkenntnisse und frommes Tun als Fundament des Heils zu betrachten. Doch ewiges Leben ist allein Gottes Geschenk!

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