Andachten

Andacht

Andacht 15.09.2021

15. September 2021 | Elí Diez-Prida

Andacht 15.09.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ein Mensch kann immer nur menschliches Leben hervorbringen. Wer aber durch Gottes Geist geboren wird, bekommt neues Leben. Es ist damit wie beim Wind: Er weht, wo er will. Du hörst ihn, aber du kannst nicht erklären, woher er kommt und wohin er geht.

Diese Worte sind ein kurzer Auszug aus einer nächtlichen Unterhaltung, die Jesus mit einem angesehenen Mann namens Nikodemus führte. Sie kamen mir in den Sinn, als ich folgenden Spruch von Karl Heinrich Waggerl las: „Mit dem Wind, den man selber macht, lassen sich die Segel nicht füllen.“ Wie wahr! Ich stelle mir ganz plastisch einen Hobby-segler vor, der bei Flaute pustet und pustet, bis er einen roten Kopf bekommt, ohne dass die Segel auch nur einmal im Ansatz zu flattern beginnen. Natürlich ist das nicht wortwörtlich zu verstehen. Es geht ja um die Segel unseres Lebensschiffes. Womit lassen die sich denn füllen? Menschen, die Jesus nachfolgen, finden die Antwort auf diese Frage in seinem Leben und in seinen Predigten: Der Heilige Geist, der Geist Gottes, ist derjenige, der alles bewirkt, was wir nicht können. Jesus konnte lebensnah, für Kinder verständlich und zugleich tiefgründig und vollmächtig predigen und lehren. Er heilte Kranke und befreite von Dämonen Besessene, weil Gottes Geist ihn dazu befähigte. Jesus versprach seinen Nachfolgern, dass der Heilige Geist sie in der Erkenntnis der Wahrheit weiterführen und auch trösten würde (Joh 14,15–26). Jesus betonte – wie später auch seine Schüler –, dass ein Mensch sich nicht aus eigener Kraft ändern, der Geist Gottes aber neue Menschen aus uns machen kann. Die Folgen – ein liebevolles und geduldiges Wesen, Friede, Freundlichkeit, Güte, Treue etc. – werden auch vom Geist Gottes bewirkt und daher „Frucht“ des Geistes genannt (Gal 5,22–23). Als Jesus seine Schüler beauftragte, weltweit die gute Nachricht der Erlösung zu verbreiten, gab er ihnen das Versprechen, dass der Heilige Geist sie befähigen und begleiten würde. In der Tat: Mit dem Wind, den ich selbst hervorbringen könnte, würde ich weder mich noch andere von der Stelle bewegen. Aber der Geist Gottes kann das und noch viel mehr – wenn ich es zulasse und ihn darum bitte.

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